Im Preview - Rage auf GameStar.de heißt es, die Entwickler starten wohlmöglich mit diesem Titel einen Neuanfang. Seit Doom 3 hat die Firma kein eigenes Spiel mehr entwickelt, weshalb dieses einst revolutionäre Spiel im vergleich zu heutigen Genre-Blookbuster wie Bioshock ziemlich lahm und veraltet wirkt. Doch laut GameStar kamen die europäischen Spielejournalisten, die zu Bethesda zur Präsentation geladen wurden, mit dabei id-Software, aus dem Staunen nicht mehr Raus. Wow, mehr war darüber nicht zu sagen.
Die Spielwelt
Rage spielt in einem Städchen, in den USA der Zukunft, names Wellspring. Die Stadt wurde von einem Asteroideneinschlag verwüstet und in Untergrund-Bunkern haben Menschen im Kälteschlaf überlebt. Der Spieler erwacht zu Beginn des Spiels als einer dieser Insassen und betritt diese postapokalyptische Welt. Rage könnte man mit den Mad Max-Filmen und dem Spiel Fallout vergleichen, doch schon bei den ersten Außenweltszenen stellt das neue id-Software Sahnetörtchen seine Vorbilder in den Schatten. Dank der Megatexture-Technologie der id Tech 5-Engine sieht jedes Detail anders aus. Aus den Überresten der Stadt haben die Einwohner eine neue lebendige Stadt gezimmert. Passanten laufen umher, Maschinen rattern und rauchen und vor dem Outfitter-Laden sitzt Jenny und misst uns mit geringschätzigem Blick(siehe Bild oben), da wir mit unserem Bunkeranzug im Wasteland auffallen wie ein bunter Hund.
In Rage kann man mit Personen reden. Man kann Nebenaufträge von ihnen annehmen. Man kann nach eigenem Gutdünken vorgehen. Wellspring dient hierbei als zentrale Anlaufstelle. Es ist kein Rollenspiel, es ist ein Shooter, der nur in Teilen an solch eines erinnert. Rage hat nach wie vor nur eine Handlung, es gibt kein Levelsystem und keine Erfahrungspunkte, es ist und bleibt ein Shooter. Die Hauptgegner in Rage sind verschiedene Banditenclans (siehe Bild unten).
Gameplay von Rage Wer im Brunnenkeller von Wellspring, schleicht und taktisch vorgeht, ist klar im Vorteil. Wer rennt und schießt, ist laut und macht die Umgebung auf sich aufmerksam. Wasser rinnt von den Wänden des Brunnenkellers, zwei Banditen des Ghost Clans stehen bis zu den Knöcheln in Lachen. Wir laden die Armbrust mit einem Elektropfeil, zielen auf das Wasser - ein Zischen, und die beiden sind Geschichte. Auf den Metallstegen über Kanalgruben sind unsere Schritte gut zu hören, wir werden entdeckt.
Der Ghost Clan hat, wie jede Banditengruppe, eigene Angriffsmuster. Seine Mitglieder sind hochakrobatisch, sie schwingen über Geländer, laufen an Wänden entlang, weichen mit Flickflacks aus, springen von Balkonen, sie sind verteufelt schnell. Wir laden die Pistole mit Fatboy-Kugeln; nun genügt ein Treffer, um die Kerle auszuschalten. Jede Waffe besitzt verschiedene Munitionstypen -- Bioshock lässt grüßen. Ein Seitengang endet an einer Panzertür, hier geht’s nicht weiter. Aber wir haben einen Schlossknacker dabei, aus Einzelteilen zusammengeschraubt, der die Türe aufsprengt. Dahinter liegt ein Vorratslager, wie stauben Munition und Nahrung ab. Die lässt sich in Wellspring verkaufen, das Geld investieren wir in bessere Rüstung, mehr Munition, Einzelteile. Mit denen basteln Rage-Spieler hilfreiche Gerätschaften. Einen Spinnenroboter mit MG, der neben einem herstakt (»Verfickte Roboter!«, schreien die Banditen in Panik). Ein ferngesteuertes Auto mit Sprengladung, das wir aus der Ego-Perspektive steuern, durch die Gänge, durch einen Mauerspalt in einen Nebenraum, in eine Gruppe von Clanbanditen. Zündung. Auch Leichen lassen sich durchsuchen. In einer zentralen Halle hören wir Banditen heranstürmen, wir stellen zwei Geschütztürme auf, selbstverständlich ebenfalls selbstgebaut. Sie feuern automatisch auf Gegner. Nach dem Gefecht packen wir sie wieder ein – der eine unbeschädigt und weiter nutzbar, der andere angeschlagen, weswegen er in Einzelteile zerfällt. Mit ihnen können wir weiterbasteln.
Technik und Editor
Es ist die Ausrüstung, über die sich (neben der Handlung) der Fortschritt in Rage definiert: neue Waffen, bessere Rüstungen, mehr Zubehör, verbessertes Auto, ein immer stärkerer Held. So gehört sich das in Shootern. Auch auf anderem Feld ist Rage auf erfreuliche Weise altmodisch, obwohl es für PC und Konsolen parallel entwickelt wird. Zum Beispiel gibt es keine Speicherpunkte, stattdessen darf jederzeit und allerorts frei gespeichert werden, auch auf den Konsolen. Die PC-Version wird standardgemäß das id Studio enthalten, die Editor-Basis für Mods. Geheilt wird nach wie vor über Medikits, nicht über den modernen Standard, wonach drei Sekunden in Deckung zur Regeneration genügen. Zwar besitzt auch Rage dieses System, es funktioniert aber deutlich langsamer, sodass Medikits das Mittel der Wahl sind. Der Tod ist entschärft: Wer stirbt, belebt sich mit einem Auto-Defibrilator selbst wieder. Allerdings darf er nicht sofort wieder das Zeitliche segnen, sonst ist das Spiel wirklich aus
Die menschlichen Gegner, da bleibt sich id Software treu, scheiden auf brutale Weise aus dem Leben. Brennende Menschen laufen vor Schmerz brüllend herum, Blut spritzt reichlich, direkte Treffer hinterlassen klaffende Wunden im Fleisch der Feinde. Zum Glück steckt id Software Detailliebe nicht nur in solche Effekte, sondern in die gesamte Präsentation des Spiels. Es ist schwer zu beschreiben, wenn man es nicht gesehen hat, aber Rage entfacht von der ersten Sekunde an eine beeindruckend dichte, authentische Atmosphäre; die Welt scheint zu strahlen und zu leben, sie wirkt so glaubwürdig, dass man sich vorstellen kann, in echt durch die staubigen Gassen von Wellspring zu spazieren. Auf der Gamescom 2009 lief Rage noch auf einem kraftstrotzenden 64-Bit-PC, inzwischen hat id Software die Engine so weit optimiert, dass der Shooter in Chantilly auf einer normalen Xbox 360 in 720p mit 60 Frames pro Sekunde butterweich über den Schirm huschte und dabei beeindruckend aussah. Die PC-Version, so heißt es von id, wird sich nur durch die flexible Auflösung unterscheiden, aber technisch identisch sein. Bei der Präsentation wirkte Wellspring schon perfekt ausgefeilt, nicht ein einziger Fehler störte den Spielfluss. Aber das Wasteland ist zweigeteilt, neben Wellspring und Umland gibt es noch eine zweite Siedlung, Subway Town, ebenfalls samt Umgebung. Davon war bisher noch nichts zu sehen, und daran wird id Software wohl noch arbeiten. Denn Rage kommt nicht mehr dieses Jahr.
Wann RAGE erscheint erfahren Sie auf GameStar.de, hier finden Sie auch das Fazit zu diesem Spiel
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